Die Belagerung

Ein Theaterstück für alle ab 12 Jahren nach dem gleichnamigen Buch von Martin Baltscheit

Premiere: Maiers Raum, Zürich (Schweiz), 2009

Eigenproduktion 

Inszenierung

Es war einmal in Sibirien.
Zwei Wölfe trafen sich am Rande des Waldes und sprachen miteinander.
"Wo gehst du hin Junge?"
"Es ist ein kalter Winter, hier gibt es nichts mehr zu fressen, ich gehe in die Berge und grabe die Bären aus ihren Höhlen. Sie sind schläfrig und leicht zu töten. Dann rufe ich die Raben. Sie öffnen mit ihren spitzen Schnäbeln das fette Fell. Danach hat der Hunger ein Ende."
Der alte Wolf schüttelte den Kopf: "Die Berge sind weit und die Höhlen versteckt. Du bist verhungert, bevor du sie gefunden hast." Und ohne eine Antwort abzuwarten fügte er hinzu: "Kennst du das Dorf unten am Fluss? Dort wohnen die Bären in Häusern. Komm! Wenn wir gemeinsam jagen, haben wir eine Chance."

(aus: Baltscheit, Martin: Die Belagerung, Eine Erzählung. Zürich 2005)

Grundlage der Inszenierung bildet das Buch ”Die Belagerung” von Martin Baltscheit. Die Geschichte ereignet sich 1927 in einem der kältesten Winter Sibiriens. Ein kleines Dorf wird eingeschneit und völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Als eine Familie des Dorfes aus Hungersnot Wolfsfleisch isst, beginnt ein Kampf ums Überleben zwischen Mensch und Wolf.
Die Kompanie Kopfstand bringt diese spannungsreiche Geschichte als szenisches Live-Hörspiel auf die Bühne.

  • Ensemble

    Spiel: Charlotte Baumgart, Julia Bihl, Giuseppe Spina
    Regie: Annina Roth
    Bühne, Kostüm: Nora Nemethy

  • Das Projekt wurde gefördert durch

    Kanton Zürich, Stadt Zürich, Gemeinde Mönchltdorf, Sadt Uster,Kanton Thurgau, Gemeinde Romanshorn, Dr. Adolf Streuli-Stiftung, Migros Kulturprozent, Jürg und George Bürki-Stiftung, TKB- Jubiläumsstiftung

  • Pressestimmen

    „Das Bühnenbild erinnert an ein Tonstudio: Drei Rdnerpulte, mit Mikrofonen und Mischgeräten ausgestattet, bilden de Kulisse. „Die Belagerung“ ist als Kreuzung aus Hörspiel und Theater inszeniert: Live erzeugte Geräuschelemente tragen zur Unmittelbarkeit des Stücks bei. Die Requisiten und Kostüme wurden auf ein Minimum beschränkt. So wird das Publikum zum ständigen Mitdenken angeregt. (…) Eine Wolfsjagd wird als Mischung aus Chilbi-Schiessbude und Computergame konzipiert. (…). Eine starke schauspielerische Leistung.“
    Zürcher Oberländer 3.11.2009

  • Preise/ Festivals

    "Die Belagerung" ist unter die Finalisten des Schweizer PREMIO Nachwuchspreis für Tanz und Theater 2009 gekommen.