MY MONEY MY

Ein Theater-Spiel für Menschen ab 12 Jahren

Premiere: Ballhaus Ost, Berlin, 2016

Eigenproduktion

Inszenierung

Es geht ums Mehr-Wollen, Mehr-Haben, ums Nicht-mehr-aufhören-Können, ums Alles-Verlieren und Alles-Gewinnen. Und ums Ich-bin-verdammt-noch-mal-der-King-hier-im-Saal. Es geht um Alles und Nichts! Hier wird gespielt. Es ist ein Spiel um Geld. Ein Glücksspiel. Oder doch eins für Könner? Ein Strategiespiel gar? Jedenfalls ein Spiel, in dem Gewinner gewinnen. In dem sich das Risiko auszahlt. Ein Spiel, in dem nicht alle mitspielen können und dennoch alle ihre Chance kriegen. Ein Spiel, in dem es um dich selbst geht. In dem es um deine Klamotten, Handys, Reisen und Freizeitbeschäftigungen geht. Aber auch um die Beziehung zu deiner Oma. Oder den Entschuldi­gungsbrief an deinen Exfreund. Um den Eliteschulplatz oder den Schuss auf ein Schwarzes Nashorn in Nairobi. Ein Spiel also, in dem es um viel geht, nämlich ums Geld.

In dem interaktiven Theaterspiel MY MONEY MY werden Jugendliche aufgefordert, sich mit Werten, Maßstäben und Handlungsspielräumen unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Schonungslos werden Fragen über Zaster, Verantwortung und Glück gestellt. Geld bildet bereits sehr früh die Grundlage der meisten Identitätskonzepte und dominiert nahezu alle Lebensbereiche. Im Spiel um den Roulettetisch übernimmt das junge Publikum selbst die Hauptrolle und redet Tacheles. Es wird um Geld gespielt, über Geld gesprochen, es wird verhandelt, gewettet, verteilt und wieder weggenommen.

  • Ensemble

    Performance: Julia Bihl, Julian Hackenberg, Lisa Scheibner, Aaike Stuart
    Künstlerische Leitung/ Regie: Charlotte Baumgart, Julia Bihl
    Dramaturgie, Text:
    Tina Müller
    Dramaturgische Beratung: Annina Giordano-Roth
    Szenographie, Kostüm: Gwendolyn Noltes
    Musik: Johannes Birlinger
    Video: Aaike Stuart
    Licht: Cheng-Ting Chen
    Regieassistenz: Clara Bröckerbaum
    Produktion: Miriam Glöckler

  • Das Projekt wurde gefördert durch

    Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Fonds Darstellende Künste e.V., Rudolf Augstein Stiftung, Berliner Projektfonds kulturelle Bildung, Bündnisse für Bildung – Kultur macht stark.

  • Pressestimmen

    „Ein intelligentes Experiment, die Zuschauer sind versammelt um einen großen Roulette Tisch, können aber auch direkt am Tisch Platz nehmen. (…) Dabei geht es immer wieder um die `Realitäten` von Business, Geldwirtschaft, Steuern, Konsum, Politik, Wertordnung, Krieg und Frieden. (…) Insgesamt ein vorzügliches Erfahrungsmaterial, das sich in vielfacher Hinsicht weiterentwickeln lässt.
    Nickel, Wolfgang, BBZ Berliner Bildungszeitschrift, 2017

    „My money my“ zeigt, wie gut sich Theater als integraler Bestandteil von Bildung eignet und wieso dies kein Luxus sein darf. Da wird gelehrt ohne belehrend daherzukommen, man kommt dem Publikum nah, ohne anbiedernd zu sein. Eher glamourös, ein bisschen verführerisch, wie ein Abend im Casino eben, den das Stück ins Theater versetzt.
    Winterthurer Zeitung „Der Landbote“, 2018

  • Preise/ Festivals

    "My money my" war eingeladen auf die Konferenz "Forschung und Vermittlung zwischen Kunst und Geld" am Fundustheater 2018 und hat den 1. Preis der Jugendjury auf dem Schweizerischen Festival "augenauf" in Winterthur 2018 gewonnen.