KOKO Kompanie Kopfstand

Kompanie Kopfstand - Theater- und Performancekollektiv

schuppen flyer frontDie Kompanie Kopfstand gründete sich aus Studierenden der "Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis", Schwerpunkt Theater an der Universität Hildesheim. Seit 2006 ist die Kompanie ein professionelles freies Theater- und Performancekollektiv, das als Verein organisiert ist. Das künstlerische Leitungsteam, bestehend aus drei Personen (Charlotte Baumgart, Julia Bihl und Annina Giordano-Roth), entscheidet über die Projekte und die Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern.

Kompanie Kopfstand entwickelte in den vergangenen Jahren eine  Arbeitsweise, bei der die künstlerische Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen stets wesentlicher Bestandteil der Stückentwicklung ist. Dabei findet nicht nur während der Recherchephase ein intensiver Austausch mit dem Zielpublikum statt, sondern auch live während der Aufführungen wird dieser Dialog mit dem jungen Publikum verfolgt. Dafür nutzt die Kompanie performative, dokumentarische, interaktive und mediale Formen.

Die Kompanie ist auf der Suche nach einem Kinder- und Jugendtheater, das

  • Theater als einen anderen Raum der Gesellschaft sieht, in dem soziale Grenzen und Normen, Werte, Haltungen und Fragen ästhetisch verhandelt werden.
  • die Zuschauer zu einem Dialog einlädt und  sie auffordert Theater mitzugestalten und zu prägen.
  • manchmal angenehm sperrig ist
  • gleichzeitig verzaubert
  • mit Raumkonzepten experimentiert und dabei den Graben zwischen Bühne und Publikum überwinden will.
  • Situationen schafft mit offenem nicht vorhersagbaren Ausgang

Was andere über uns sagen:

  • Die Kompanie Kopfstand gehört meines Erachtens zu den bemerkenswertesten jungen Performancegruppen des Theaters für junge Zuschauer. Ihre Recherchen dienen nicht nur der Materialsammlung, also der Vorarbeit einer Inszenierung. Sie sucht nach immer neuen Formen, wie sich diese Ergebnisse und dieses Wissen in die Aufführung selbst integrieren lässt. Das hat im Kinder- und Jugendtheater noch Seltenheitswert, zumal die Akteure für ihre Themen immer wieder überraschende Lösungen finden. In all ihren Aufführungen, die ich sehen konnte, setzen sie die theatralen und medialen Mittel in den Dienst ihres Anliegens. In ihrem Selbstverständnis begreifen sie sich nicht als Vermittler im Sinne kultureller Bildung, sondern begeben sich mit dem Publikum auf die gemeinsame Suche, um hinter dem jeweiligen äußeren Erscheinungsbild einer Sache auf den Grund zu gehen. Durch diese freundliche Einladung fühlen sich die Zuschauer angesprochen und zur Teilnahme aufgerufen, zumal die Freude am Wiedererkennen der eigenen Erfahrung mit allen geteilt wird. Die Performerinnen greifen brisante soziale und gesellschaftliche Themen auf, die uns alle angehen. Sie erzählen sie aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen, ohne sich bei ihnen anzubiedern oder sie belehren zu wollen. In der Leichtigkeit ihres Spiels sensibilisieren sie ihre Zuschauer und erweitern deren Blick auf das eigene Leben.
    Christel Hoffmann, 2015
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